Das Beste kommt zum Schluss!? Jein. Skitechnisch gesehen war Südamerika, in unserem Fall eine mittlere Enttäuschung. Die besuchten Alternativen waren dagegen über alle Zweifel erhaben.
Exakt Ende Juni, beendeten wir unseren Besuch in den Vereinigten Staaten und flogen in die chilenische Hauptstadt Santiago. Beim Anflug wurden wir erstmal, durch das gewaltige, mit Schnee eingedeckte Andenpanorama beeindruckt und kurze Zeit später durch die Künste der chilenischen Taxifahrer, im leichtgläubige Touristen abzuzocken. Wir nisteten uns am Schluss doch noch in einem guten Hostel in der Stadt ein und informierten uns erst mal über die aktuelle Schneelage.
Die sah in diesem Moment, nach einem anständigen Sturm, gar nicht so schlecht aus und so machten wir uns an die nächste Herausforderung: ein Auto in Chile zu kaufen. Mit Hilfe eines Spaniers, welcher uns vor der sicheren Sprachmisere rettete, beschufen wir uns kurzerhand eine chilenische Steuernummer. Mit dieser Nummer machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Fahrzeug. In der ersten Garage wurden wir, nachdem wir den vorgestellten Preis nannten, nur ausgelacht. Als wir auch im Internet keine verhältnissmässige Angebote fanden, mussten wir eingestehen, dass der Gebrauchtwagenmarkt in Südamerika etwas anders funktioniert und uns diesen Wunsch abschminken.

“Vina del Mar”

Santiago vom Skigebiet “El Colorado” aus
Als Alternative blieb uns mehr oder weniger, nur noch das chilenische Bussystem, welches sich nach einigem Testen als absolut empfehlenswert zeigte. Zuvor besuchten wir allerdings als einen Tagestrip von Santiago aus eines der drei „nahe“ gelegenen Skigebieten, genauer „El Colorado“. Zusammenfassend war die Aktion ein mittelmässiger Skitag mit einer mühsehligen Diskussion im Nachbargebiet „Valle Nevado“, in welches wir, getrieben durch unseren Entdeckegeist unwissentlich hineinfuhren. Leider sind die Gebiete untereinander alles andere als kooperativ und so verlangte das Liftpersonal, den Preis einer ganzen Tageskarte um nach „El Colorado“ zurückzugelangen. Nur der Zufall, den Boss des Gebietes zu treffen, ersparte uns einen längeren Fussmarsch.
Nach eineinhalb Wochen in der 5 Milionen Stadt und einem kurzen Abstecher nach „Vina del Mar“, setzten wir uns am Abend in einen Bus und wachten am nächsten Morgen 1000 Km weiter im Süden, in „Osorno“ wieder auf. Der Entschluss dorthin zu gehen, wurde nicht aufgrund der Schneelage – sie veränderte sich in der Zwischenzeit, in ganz Chile zu schlecht bis miserabel – sondern wegen der Tatsache, dass ich dort Verwandte habe, gefällt. Mit einem gemieteten Auto, erkundeten wir die nächsten Tage, die Umgebung der Region X in Chile, welche aufgrund der vielen Seen, auch Schweiz von Chile gennant wird. Besonders interessiert waren wir natürlich am befahrbaren „Volcano Osorno“, der sturmartige Wind liess uns beim Besuch allerdings nur im Restaurant verweilen.

Sieht doch aus wie in der Schweiz, oder.

Auf dem “Volcano Osorno”

Die nächste Station auf der Karte hiess nach eineigem Werweisen „Pucon“. Das malerische Dorf liegt eingeklemmt zwischen dem 2800 Meter hohen „Volcano Villarrica“ und dem gleichnamigen See. Auf den aktiven Vulkan – der letzte grosse Ausbruch war 1971 – nahmen wir drei Angriffe. Alle drei scheiterten an entweder, zu schlechter Sicht oder an dem, anscheinend nie endenden Wind, der in den Anden herrscht. Dank der unglaublich gemütlichen Atmosphäre in dem Dorf und der wunderschönen Gegend drumherum, dauerte es am Ende trotzdem eine ganze Woche, bis wir von „Pucon“ Abschied nahmen.

“Pucon” mit dem Vulkan “Villarrica” im Hintergrund

Der Grund alles Übels

Alles stehen lassen ist die Devise


Jesus lebt!
Diesmal war ein Landeswechsel nach Argentinien genauer, das Südamerikanische Freerideparadies „Las Lenas“ angesagt. Auf dem Weg nach „Las Lenas“ trafen wir per Zufall die beiden Deutschen Jungs Gex und Max, die ebenfalls ihr Glück im Südamerikanischen Winter versuchten. Wie ihere Reise verläuft lest ihr HIER. Die somit entstandene Schweiz-Deutschlandvereinigung, nistete sich fürs erste in „Malargüe“, dem ersten grösseren Ort vor Las Lenas ein.
Motiviert aufs Skifahren, begaben wir uns gleich am nächsten Tag, ins Skigebiet und mischten uns unter die zahlreichen reichen Argentinier und ausländischen Freerider. Mit dem legendären Sessellift „Marte“ geöffnet, wurde uns schnell das Freeridepotenzial des Gebietes klar, falls die Schneedecke nicht mehrheitlich aus einer Eisdecke bestehen würde. Mit zwei Touren neben dem Skigebiet, trainierten wir unsere Beine während den nächsten Tagen in der Höhenluft.

Obsi laufe isch streng, gell Max…

Mittlerweile waren wir einen Monat auf Suche nach guten Schneeverhältnissen in Chile und Argentinien – ohne Erfolg. Als sich also Anfangs August, die Nierderschlagsprognose immer noch nicht ändern wollte, wurde es uns zu bunt. Wir änderten unseren Plan. Anstelle weiterhin auf Schnee zu warten, wollten wir lieber mehr über die geschichtlichen, kulturellen und landschaftlichen Angebote von Südamerika erfahren. Mit diesem Hintergedanken, buchten wir einen Flug nach „Lima“ in Peru.
Die Skis in „Santiago“ verstaut begaben wir uns in die, einst wichtigste Stadt von Südamerika. Und es kam, wie es natürlich kommen musste. Kaum vier Tage in Peru und schon begann es 4000 Kilometer weiter im Süden zu Schneien wie aus Kübeln. Bewaffnet mit Kurzhosen und viel Moskitoschutz, hielt sich der Neid, beim Anblick auf die Ruinen der Inkastadt „Machu Picchu“ allerdings in Grenzen.


Somit begann das erste mal in unserer achtmonatigen Reise eine „stressige“ Zeit, da wir bemerkten, wie viel zu Bestaunen und wie wenig Zeit dazu übrig blieb. In knapp drei Wochen besuchten wir „Lima“, “Cusco“ mit „Machu Picchu“, „Lago Titicaca“ – der grösste See über 2000 Meter, das Amazonasbecken in Bolivien, die auf 3600 Meter gelegene Stadt „La Paz“ und bestiegen einen 6000er zurück im peruanischen „Arequipa“. Ein zum Teil stressiges Programm, aber sicher eines der Highlights und ein würdiger Abschluss unserer Reise.









Ich möchte an dieser Stelle im Namen von mir, Balz und Michi, an alle Personen, die wir getroffen haben oder uns sonst irgendiwie geholfen haben, diese Reise ein Erfolg werden zu lassen, ein herzliches Dankeschön aussagen. Wir hatten einen riesen Spass.


September 2nd, 2009 at 08:50
Hi Jonas,
Your photography is amazing!!!!! I can’t say the same for the german, and await the english translation
Looks like you’ve all had some amazing adventures.
Gute flug zuruck
Hamish
September 2nd, 2009 at 14:48
Hey wow Jonas, du hesch wirklich s Aug für glungni Fotis!!!
Gniässids no und denn ä guäti Häiräis
Simi
September 2nd, 2009 at 16:14
My main man Jones…
Die Fotos sind der Hammer,
bin schwer beeindruckt
hau rein und bis bald
September 7th, 2009 at 18:18
Momou, gaaanz scheeni fotos!
bis bald
July 22nd, 2010 at 19:39
Have you ever travelled to Peru? I travel there on business pretty often and see solo tourists there all the time. It’s a pretty interesting country as well, Machu Picchu, Cusco, the Nazca lines, Paracas, Amazon Jungle, etc. etc… It’s a very affordable country to visit and very safe as well. I originally used http://www.perurooms.com as my Peru vacation planner the first time I went a couple of years back.