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Still in search of Frau Holle...

“Wer sucht der findet.”

Diese Binsenweisheit bewährt sich auf unseren Reise zu einem grossen Teil. Auf der Suche nach dem Schnee fanden wir: Pensionierte Heizungsmonteuren, Automechaniker die nicht helfen könnnen, partywütige Snowboardprofis, das netteste Skigebietpersonal, coole Locals und eine Erstbefahrung. Einzig der so viel gelobte kanadisch Neuschnee ist ein Meister im Verstecken.

Am besten beginnen wir da wo wir beim letzten Report aufgehört haben – auf dem Rogers Pass. Nach dem Motto: „Gutes bewährt sich doppelt“ kehrten wir mit erhohlten Muskeln und frischem Proviamt zurück auf den Roges Pass. Der Pass entäuschte uns auch bei unserem zweiten Besuch nicht und lieferte weiterhin tolle Abfahrten obwohl es schon lange nicht mehr geschneit hatte. Das Wetter dagegen spielte voll auf unserer Seite, denn wir genossen an zwei Dritteln unsere Skitagen Sonnenschein.

Dies machte sich allerdings bei den Schneeverhältnissen bemerkbar, womit sich die Abfahrtsmöglichkeiten bald auf die Nordseite reduzierten. Dieser Fakt und die steigende Anzahl von Tourenfahrern liess die Zahl von unverspurten Abfahrten schnell schrumpfen. Somit war es an der Zeit, Neuland zu suchen. Einige Internetrecherchen und ein Telefon später war unser nächstes Ziel festgelegt. Ein Ort etwa in der Mitte von British Columbia an der Westküste. Der Ort versuchte dem Schneearmen Winter ein wenig entgegenzutrotzen und meldete immerhin eine Schneedecke von vier bis fünf Metern in den Bergen. Auf nach Terrace BC!

Bevor wir gegen den Norden aufbrachen, wollten wir allerdings unsere Gasheizung im Camper entgültig zur Funktion zwingen. Die grosse Suche begann: Ähnlich wie bei der Beschaffung des Campergeldes, schickte man uns von einem Ort zum anderen ohne uns wirklich helfen zu wollen. Erst nach etlichen Stationen, wies man uns zu einem pensionierten Campermechaniker, mit dessen Hilfe wir die Heizung auch tatsächlich zu Gange bringen konnten.

Mit einem voll funktionsfähigem Camper starteten wir die 1400 Kilometer lange Reise. Doch schon bald machte sich ein neues Problem bemerkbar. Nach einer gewissen Zeit begannen unsere Bremsen zu blockiern. Diese Fehlfunktion zwang uns in Golden, nach 150 Km schon zum ersten Zwischenstop. Diese Reise kann ja noch toll werden. Zwei Wartetage und einen Check beim Mechaniker – der kein Fehler aufdeckte – später, landeten wir wieder auf der Strasse.

Diesmal fuhren wir in einem Nationalpark druch die Rockie Mountains nach Jasper und von da gegen Westen, der Küste entgegen. Dieses Gebiet zwischen dem Coast Mountains und den Rockie Mountains ist berüchtigt für sehr kalten Temperaturen. Mit der funktionierenden Heizung ausgestattet, stürtzten wir uns in den Kampf gegen die Kälte. Der Schreck vertrieb allerding die Farbe aus dem Gesicht, als an einem der richtig kalten Abenden die Heizung wieder den Geist aufgab. Rekordkälte im Camper liegt momentan bei minus zehn Grad Celsius. Guten Schlafsäcken sei Dank, blieb es bei einer kalten Nase beim Aufwachen am Morgen.

Nach fünf Tagen auf der Strasse erspähten wir endlich ein Schild am Strassenrand das in grossen Lettern „Welcome in Terrace“ verkündete. Wie es scheint, hatten wir allerdings das Wetter aus Revelstoke in unser Gepäck geschlichen. Denn, als es vor unserer Abfahrt in Terrace noch wie aus Kübeln schneite, besorgte seither ein riesiges Hochdruckgebiet die Gegend mit Sonnenschein. Nach einem Nachtessen sind wir früh ins Bett, um am Morgen voller Energie das neue Revier erkunden zu können.

Dies kann man entweder mithilfe eines Helikopters, Tourenskis oder einem Miniskigebiet Namens „Shames Mountain Resort“. Wir entschieden uns für eine Mischung aus den letzten zwei. Hier zeigen sich die Differenzen in den Skikulturen von Nordamerika und Europa. Die Bedienung an der Kasse bestellte – nach der Frage ob wir das erste mal hier seien – extra einen Pistenpatrouilleur, der uns die Möglichkeiten im Backcountry zeigte. Diese Offenheit und Hilfsbereitschaft ist das Kapital des Skigebietes und führt zu einer unglaublich entspannten und freundschaftlichen Atmosphäre.

Von den Verhältnissen im Skigebiet nicht vollkommen überzeugt begannen wir wieder mit dem Tourengehen. Hier eröffnet sich jedoch eine neue Problematik, die man sich aus den Alpen nicht gewohnt ist. Die miserable Zugänglichkeit. Die Gegend um Terrace hat unglaublich viele interessante Berge und Abfahrten und einen Highway der mitten hindurch führt. Aber es hat leider nahezu keine Strassen, die auf eine vernünftige Ausgangshöhe über den dichtesten Wald führt. Dank einigen Locals die uns Tipps gaben und auf Touren in diesem riesigen Gebiet mitnahmen, fanden wir trotzdem einige sehr schöne Abfahrten, wovon eine sogar eine Erstbefahrung gewesen sein soll.

Anhand der herschenden Verhältnissen, beschlossen die Locals und wir, diese kanadische Saison einen Alpenwinter zu nennen. Wer sucht, der findet immer irgnedwo guten Schnee. Jetzt, nach gut zweieinhalb Wochen annähernd Dauersonnenschein zeichnet sich das erste mal eine neue Niederschlagsfront ab. Bis es allerdings wirklich am Schneien ist, suchen wir einfach weiter.

Und da wieder ein paar Bilder

4 Responses to “Still in search of Frau Holle…”

  1. Hamish Says:

    Hoi Jonas,
    It looks like you have found some snow.
    Wohoo!
    When you have a spare minute, could you just quickly translate the commentary into english.
    Thanks,
    Mr Brown

  2. Gregi Says:

    Hey Guys!
    Die Bildlis gsend ja wider mal voool geil us! Hihi, ez isch die Heizung kaputt? Hmm das wär de nüt für mich :-P

    Ich wünsche üch allen ä witeri gueti und vorallem scheerichi ziit!

  3. Märä Says:

    Hey jungs

    Trotz üchem gjammer vo wägä kei schnee, uf der bilder gsed amä nach geiläm powder uis, klar äs isch nid verglichbar mid de schwiz das jahr aber amä nid schlächt (oder isch das nur Photoshop???) he migu was hesch dui für näs board kaift? “Skate Banana” :-) ) isch das öpis? nu viel spass und immer aständig blibä
    gruäss märä

  4. Bartli Says:

    Sali iär

    Da hender ja Schnee, gsehd gar nid so läid uis. Aber wurd fascht behoiptä: “hiä heds meh”. Aber nid druirig sii bi iich chund dr Winter erscht nu so richtig. Winschä vill Spass im Schnee und so…
    Grioss

    PS: Diä Wuchä sels bis iis nu äinisch ä giodä Meeter gä!

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